Wassertouristische 
Schulung 2025

Natur- und Wassertourismus 
müssen gemeinsam gedacht werden

Im Filterhaus Werder kamen am 16.12.2025 erneut zahlreiche Akteure aus dem Wassertourismus zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, Best-Practice-Beispiele kennenzulernen und gemeinsam an Lösungen für zentrale Herausforderungen zu arbeiten. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die Themen Kommunikation, Natur- und Artenschutz, Gästelenkung sowie digitale Werkzeuge für eine zukunftsfähige Besuchersteuerung.

Die Veranstaltung zeigte deutlich: Wassertourismus funktioniert langfristig nur dann erfolgreich, wenn alle Beteiligten gemeinsam handeln – Tourismus, Verwaltung, Naturschutz, Politik und Wirtschaft.

Deutsche Meeresstiftung

Natur- und Wassertourismus müssen gemeinsam gedacht werden – die Lösung liegt im Dialog. Kommunikationsprobleme zwischen vielen Zuständigkeiten erzeugen Konflikte; gleichzeitig braucht es ein gemeinsames Verständnis dafür, dass der Mensch Teil der Natur ist und Schutz nur funktioniert, wenn Politik und Wirtschaft zusammenarbeiten. Kreisläufe (z. B. Plastik) müssen geschlossen werden – nicht durch Verbote allein, sondern durch praktikable Lösungen.

Havelland

Wenn wir Wassertourismus wollen, geht das nur gemeinsam. Die Botschaft war klar: Entwicklung, Qualität und Akzeptanz entstehen durch Zusammenarbeit und abgestimmtes Handeln aller Partner.

Lahntal / Projekt „LahnKompass“

Digitale Gästelenkung kann entlasten – und funktioniert als Kommunikationswerkzeug. Der LahnKompass zeigt, wie ein Tool Besuchenden Transparenz bietet (z. B. wann es wo voll wird), Alternativen aufzeigt und Entscheidungen erleichtert. KI-Ansätze unterstützen die Steuerung, gleichzeitig ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie ein gemeinsames System die Abstimmung zwischen Beteiligten verbessern kann.

Innovation braucht Akzeptanz – Technik allein reicht nicht. In den Gesprächen wurde deutlich: Digitale Lösungen stoßen oft auf organisatorische Hürden (z. B. Betriebsrat/Datenschutz bei Kameras an Schleusen). Umso wichtiger ist frühe Kommunikation mit allen Stakeholdern.

Kanuverleih Richter

Qualität, persönliche Beratung und Nachhaltigkeit zahlen sich aus – auch wirtschaftlich. Das Beispiel zeigte eindrucksvoll, wie Gästelenkung vor der Tour, hochwertige Ausstattung und persönlicher Kontakt zu sicheren, passenden Touren führen. Nachhaltigkeit wird durch viele kleine Maßnahmen umgesetzt („Nudging“), ohne belehrend zu wirken. Hohe Qualität bedeutet zwar hohen Personalaufwand, setzt sich aber langfristig durch – inklusive Saisonverlängerung und gezielter Zielgruppenansprache.

Brandenburggische Seenplatte

Neue Marken brauchen Kommunikation und Orientierung. Mit der neuen Nachbarschaft zur Seenplatte wächst die Bedeutung von Abstimmung und gemeinsamer Kommunikation, damit sich die Marke erfolgreich etablieren kann und Übergänge für Gäste verständlich bleiben. 

Die Wassertouristische Schulung Havelland 2025 machte deutlich: Die Zukunft des Wassertourismus liegt in einem Dreiklang aus Dialog, Qualität und digitaler Unterstützung. Natur- und Artenschutz sind kein Gegenpol zum Tourismus, sondern müssen als gemeinsamer Auftrag verstanden werden. Gleichzeitig wird sichtbar, dass gezielte Gästelenkung, gute Kommunikation und verlässliche Zusammenarbeit entscheidend sind, um Nutzungskonflikte zu reduzieren und die Region nachhaltig zu stärken.

Danke für Ihre Teilnahme

Wir freuen uns bereits auf die Wassertouristische Schulung im kommenden Jahr. Lassen Sie uns gern auch in der Zwischenzeit im Austausch bleiben. Sie haben Themen, über die Sie sich gern austauschen würden? Dann sprechen Sie uns an. Wir arbeiten auch weiterhin an der Vernetzung unserer Partner und der Stärkung eines gesunden und nachhaltigen Wassertourismus in unserer Region.