Die Stadt Nauen im westlichen Brandenburg verbindet auf besondere Weise Tradition, Technikgeschichte und ländliche Idylle. Mit ihrer über 800-jährigen Vergangenheit und der Nähe zur Metropole Berlin ist sie ein attraktives Ziel für Kulturinteressierte, Naturfreunde und Familien. Das Zentrum Nauens bildet die historische Altstadt mit ihren kopfsteingepflasterten Gassen, die von liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern geprägt sind. Besonders sehenswert sind das neugotische Rathaus von 1891, der rund 40 Meter hohe Wasserturm von 1898 sowie das Voß’sche Haus in der Mittelstraße mit seiner kunstvollen Jugendstilfassade. Auch die Stadtkirche St. Jacobi aus dem 15. Jahrhundert beeindruckt mit ihrer Backsteingotik und dem barocken Altar von 1708.
Nauen trägt zudem stolz den Beinamen „Funkstadt“. Bereits 1906 nahm hier die weltweit erste Großfunkstelle der Firma Telefunken ihren Betrieb auf. Die imposanten Sendeanlagen der Großfunkstelle Nauen erinnern bis heute an diese bedeutende Pionierleistung in der Geschichte der Kommunikationstechnik.
Natur und Freizeit
Auch die Umgebung von Nauen lädt zu vielfältigen Aktivitäten ein. Radfahrer und Wanderer finden hier ideale Bedingungen, um die weiten Landschaften des Havellands zu erkunden. Der Havelland-Radweg führt durch idyllische Natur und verbindet zahlreiche sehenswerte Orte der Region miteinander. Für Familien bietet das Stadtbad Nauen in den Sommermonaten erfrischenden Badespaß mit großzügigen Liegewiesen, einem Kinderplanschbecken und einem kleinen Wellnessbereich.
Darüber hinaus ist Nauen ein lebendiges kulturelles Zentrum im Havelland. Auf der Freilichtbühne finden in den Sommermonaten zahlreiche Veranstaltungen statt – von Konzerten über Theateraufführungen bis hin zu Festivals. Besonders beliebt sind auch traditionelle Veranstaltungen wie das Laternenfest oder die stimmungsvolle Hofweihnacht in der Adventszeit.
Die Ortsteile – Vielfalt rund um die Funkstadt
Zur Stadt Nauen gehören insgesamt 14 Ortsteile, die sich über das weitläufige Stadtgebiet verteilen und ihren ursprünglichen dörflichen Charakter bewahrt haben. Dazu zählen Berge, Bergerdamm, Börnicke, Groß Behnitz, Kienberg, Klein Behnitz, Lietzow, Markee, Neukammer, Ribbeck, Schwanebeck, Tietzow, Wachow und die Waldsiedlung.
Jeder dieser Orte besitzt seinen eigenen Charme und besondere Sehenswürdigkeiten. Besonders bekannt ist Ribbeck, das durch Theodor Fontanes berühmtes Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ weit über die Region hinaus Berühmtheit erlangte. Das restaurierte Schloss Ribbeck, der Birnbaum im Schlosspark und das Fontane-Museum machen den Ort zu einem beliebten Ausflugsziel.
Die Ortsteile Groß Behnitz und Klein Behnitz liegen in einer idyllischen Seenlandschaft und sind geprägt von historischen Gutshäusern und weitläufigen Parkanlagen. Bekannt ist hier das Landgut Stober, deutschlands erstes BIOHotel. Börnicke ist heute unter anderem ein bedeutender Logistikstandort mit einem großen Postfrachtzentrum der Deutschen Post DHL.
Auch Orte wie Wachow, Berge oder Markee spiegeln den ländlichen Charakter des Havellandes wider – mit historischen Dorfkirchen, traditionellen Bauernhöfen und ruhigen Landschaften, die zu Spaziergängen und Radtouren einladen. Viele dieser Ortsteile sind typische märkische Straßendörfer, deren landwirtschaftlich geprägte Umgebung bis heute das Landschaftsbild bestimmt.














