Dorfkirche Klein Behnitz

  • Tipp
  • Kirchen
Quadratisch, schlicht und voller Geschichte – die Dorfkirche Klein Behnitz ist ein besonderes Schmuckstück märkischer Baukunst. Anders als die meisten Kirchen der Region besitzt sie einen nahezu quadratischen Grundriss. Mit ihrem charakteristischen Zeltdach, dem kleinen hölzernen Dachturm und einer geschwungenen Fledermausgaube fällt das denkmalgeschützte Gotteshaus schon von außen ins Auge.

Die Geschichte der Kirche reicht weit zurück. Bereits 1508 ist ein Kirchenneubau in Klein Behnitz dokumentiert. Das heutige Gotteshaus entstand 1779 als Fachwerkbau mit Ziegelausfachungen und gehört zu den architektonischen Besonderheiten des Havellands.
Im schlicht gestalteten Innenraum erinnern zwei historische Grabdenkmäler an Joachim von Bardeleben, der 1604 verstarb, und seine Ehefrau Hippolyta, die 1619 starb. Die kunstvollen Sandsteinreliefs zeigen die Verstorbenen in ganzfigurigen Darstellungen. Ein großes geschnitztes Kruzifix und das Gemälde „Kreuzweg und Auferstehung“ des Klein Behnitzer Künstlers Heiner Papendorf ergänzen die Kirchenausstattung.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Dorfkirche mehrfach verändert. Eine umfassende Sanierung erfolgte 1984, bei der auch der Innenraum neu gestaltet wurde. Spätere Bauschäden machten weitere Restaurierungsarbeiten notwendig. Im Januar 2024 wurde das Gotteshaus vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg zur „Dorfkirche des Monats“ ernannt, um auf seinen besonderen Wert und den Erhaltungsbedarf aufmerksam zu machen.
Heute ist die Kirche nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft. Neben Gottesdiensten finden hier musikalische Veranstaltungen statt. Mit Unterstützung des örtlichen Heimatvereins wird das historische Gebäude als kultureller und gesellschaftlicher Mittelpunkt bewahrt.
 

Gut zu wissen

Kontaktdaten

Riewender Str.
14641 Klein Behnitz