Werkschau und Führung „OV [Operativer Vorgang]“ in Potsdam
- Fotos & Karte
Wie erfolgt die Anreise?
- Beschreibung
- Terminübersicht
- Gut zu wissen
- In der Nähe
Was bedeutet es, Gesicht zu zeigen, wenn Sichtbarkeit zum politischen Risiko wird? Dieser Frage widmet sich das Künstlerkollektiv GIANT GLITCHES mit seiner Videoarbeit OV [Operativer Vorgang] (2024/2025).
Ausgangspunkt ist die Ausbürgerung Wolf Biermanns im Jahr 1976 und der öffentliche Protest zahlreicher Künstler:innen und Intellektueller. In einer digitalen Porträtfolge lassen Michael Betancourt, Ian Keaveny und Niklas Washausen die Gesichter der Unterzeichner:innen Susanne Kerckhoff, Angelika Domröse, Thomas Brasch und Christian „Kuno“ Kunert ineinander übergehen.
Die Protestierenden zeigten Gesicht: Sie wurden öffentlich erkennbar und übernahmen Verantwortung für ihre Haltung. Im Anschluss an Biermanns Formulierung „Mein Gesicht ist gebrochen“ werden die Porträts durch digitale Störungen, Datamoshing, Databending, Kompression und KI-gestützte Bildoperationen verändert, ohne ihre Identifizierbarkeit vollständig aufzugeben. Die Arbeit bewegt sich zwischen Camouflage und Sichtbarkeit.
Das bewusst eingefügte Porträt der bereits 1950 verstorbenen Schriftstellerin Susanne Kerckhoff setzt dabei einen historischen Bruch.
Am Nachmittag des 26. Oktober, 16 Uhr gibt es eine Einführung in die vier neuen Artefakte aus dem Projekt OV [Operativer Vorgang], gefolgt von der Vorführung des Originalvideos im Bierkeller. Im Anschluss führt ein Rundgang durch die Digitalvilla zu den neuen Artefakten auf den Ebenen 3 bis 0. Auf der untersten Ebene präsentiert Thomas Scheffer seine Werkschau „DAS SICHTBARE IST NICHT DAS MÖGLICHE“.
-
Ein Projekt im Rahmen von "Von hier aus Zukunft - Kulturland Brandenburg 2026/2027"
Terminübersicht
Gut zu wissen
Preisinformationen
- kostenfrei: ja
Ansprechpartner:in
Gesellschaft für zeitgenössische Konzepte e.V.
Lizenz (Stammdaten)












