CC-BY-ND Tourismusverband Havelland e.V. / Steven Ritzer  

Wassertouristische 
Schulung 2024

Aktuell, Zukunft 
und Best Practice

Am 6. Dezember 2024 fand im Restaurant und der Pension „Zum Alten Hafen“ in Rathenow die diesjährige wassertouristische Schulung im Havelland statt. Zahlreiche Akteure und Partner aus dem Bereich Wassertourismus folgten der Einladung des Tourismusverbandes Havelland, um ihr Wissen zu erweitern, sich auszutauschen und Impulse für eine nachhaltige Zukunft des Wassertourismus zu sammeln.

Bereits beim Check-In ab 09:30 Uhr bot sich Gelegenheit für erste Gespräche und Vernetzung. Im Anschluss erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein vielfältiges und praxisnahes Programm.

  • Thema: Das beschäftigt mich aktuell
    Im Rahmen der Wassertouristischen Schulung Havelland 2024 kamen die Teilnehmenden am Thementisch „Das beschäftigt mich aktuell“ zusammen, um aktuelle Herausforderungen, offene Fragen und Entwicklungsbedarfe im regionalen Wassertourismus zu diskutieren. Die gesammelten Punkte zeigen ein vielschichtiges Bild der relevanten Themen und liefern wertvolle Impulse für zukünftige Maßnahmen.

  • Weiterentwicklung des Wassertourismus

    Die Teilnehmenden betonten den Wunsch nach einer strategischen Weiterentwicklung des gesamten wassertouristischen Angebots. Dazu gehören moderne Infrastruktur, bessere Besucherlenkung und einheitliche Qualitätsstandards.

  • Versicherungsfragen für Bootscharter inkl. Skipper

    Ein wiederkehrendes Thema war die komplexe Versicherungslandschaft im Charterbereich. Es besteht Bedarf an klaren Informationen zu Haftungsfragen, insbesondere wenn Boote inklusive Skipper angeboten werden.

  • Mobiler Verkauf auf dem Wasser

    Es gab Interesse an mobilen Verkaufsangeboten – etwa gastronomischen oder serviceorientierten Angeboten direkt auf dem Wasser. Die Akteure sehen darin Potenzial, aber auch offene rechtliche und organisatorische Fragen.

  • Umweltbelastung & Entsorgung – Hausboote im Fokus

    Ein wichtiger Punkt war die zunehmende Belastung der Gewässer durch Hausboote. Die Runde regte mehr Entsorgungsmöglichkeiten und klare Regeln an, um die Wasserqualität nachhaltig zu sichern.

  • Stegekonzept, Fördermöglichkeiten & kommunale Kooperationen

    Die Entwicklung eines regional abgestimmten Stegekonzepts wurde als notwendig erachtet. Dabei spielen Fördermittel, Abstimmungen mit Kommunen und Landkreisen sowie gemeinsame Standards eine große Rolle.

  • Netzwerkpflege & Ausbau der Kooperationen

    Viele Teilnehmende wünschen sich eine intensivere Vernetzung untereinander. Durch regelmäßigen Austausch und gezielte Kooperationsformate sollen Synergien besser genutzt und Wissen leichter geteilt werden.

  • Einhaltung der Naturschutzgebiete

    Die korrekte Nutzung von Naturschutzgebieten ist ein wiederkehrendes Thema. Die Akteure sehen Bedarf an besserer Kommunikation, klaren Regeln und wirksamer Sensibilisierung der Gäste.
     

  • Überlastete Biwakplätze – Bedarf nach einem Konzept

    Mehrere Standorte melden eine starke Beanspruchung der Biwakplätze. Es besteht der Wunsch nach einem übergreifenden Konzept, das Kapazitäten, Lenkung und nachhaltige Nutzung berücksichtigt.

  • Thema: Handbuch & Qualität
    Im Rahmen des Workshops wurden zentrale Anforderungen und Erwartungen an ein zukünftiges wassertouristisches Handbuch sowie an die Qualitätsstandards im regionalen Wassertourismus diskutiert. Die Teilnehmenden identifizierten konkrete Bedarfe, mögliche Lösungsansätze und offene Fragestellungen, die für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Angebote entscheidend sind.

  • Handbuch – Anforderungen an Struktur, Inhalt und Zugänglichkeit

    Die Teilnehmenden sprachen sich klar für eine zweigeteilte Lösung aus: Kurze, knappe Printversion und kompakt, leicht verständlich und gut auf Booten einsetzbar

    • Fokus auf das Wesentliche: Sicherheitsregeln, Naturschutz, Verhaltenshinweise, Kontaktpunkte
    • robustes Format, ideal für den schnellen Zugriff an Bord

    Digitale, ausführliche Version

    • deutlich umfangreicher, modular erweiterbar und jederzeit aktualisierbar
    • ideal für Gäste, Charterunternehmen und Partner
    • Möglichkeit, weiterführende Informationen, Kartenmaterial, Regelwerke und Links einzubinden
    • Erweiterung durch praktische und multimediale Inhalte
    • FAQ-Bereich, der typische Fragen der Gäste aufgreift und klar beantwortet
    • Anleitungsvideos, etwa zu Schleusenvorgängen, Sicherheitsverhalten oder Naturschutzregeln

    allgemeinverständlich aufbereitetes Informationsmaterial, sowohl digital als auch direkt auf den Booten verfügbar

    Transparenz zu Verantwortlichkeiten

    An Bord und im Handbuch sollten klar kommuniziert werden:

    • Anlaufstellen bei Verstößen oder Auffälligkeiten
    • Zuständige Ansprechpartner (rechtlich, sicherheitsrelevant, touristisch)
      Die Teilnehmenden betonten die Relevanz klarer Prozesse, um Unsicherheiten bei Gästen wie auch Vermietenden zu vermeiden.
       
  • Qualität – Erwartungen, Zielgruppen und einheitliche Standards

    Zielgruppenverständnis

    • um Angebote zielgruppengerecht zu gestalten und Kommunikationsmaterialien passend aufzubauen
    • Wo sind Anpassungen notwendig, z. B. für Familien, Einsteiger, Sportliche, Naturliebhaber

    Zuverlässigkeit der Touren & Qualität der Vorabinformationen

    • Touren müssen zuverlässig planbar sein
    • Vorabinformationen sollten informativ, verständlich und vollständig sein – sowohl digital als auch analog.
      Eine Optimierung der Gästevorbereitung könnte Missverständnisse verringern und das Nutzererlebnis verbessern.

    Sichtbarkeit freier Liegeplätze - einheitlichen digitalen Lösungen
     

Danke für Ihre Teilnahme

Wir freuen uns bereits auf die Wassertouristische Schulung im kommenden Jahr. Lassen Sie uns gern auch in der Zwischenzeit im Austausch bleiben. Sie haben Themen, über die Sie sich gern austauschen würden? Dann sprechen Sie uns an. Wir arbeiten auch weiterhin an der Vernetzung unserer Partner und der Stärkung eines gesunden und nachhaltigen Wassertourismus in unserer Region.