Die Dorfkirche Buchow‑Karpzow in der Gemeinde Wustermark entstand Ende des 18. Jahrhunderts als rechteckiger, verputzter Saalbau auf den Fundamenten eines älteren Kirchengebäudes, das im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde.
Das äußere Erscheinungsbild der Kirche wird durch ein schlichtes Langhaus mit hohem Satteldach und einen verbretterten Dachturm geprägt, der 1824 aufgesetzt wurde. Im Inneren verbindet sich historische Ausstattung mit detailreicher Gestaltung: Eine alte Orgel aus dem Jahr 1723 bzw. ihre barocke Prospektfassade mit Engeldarstellungen bildet den Mittelpunkt des Altarraums und verweist auf das kunsthandwerkliche Erbe vergangener Jahrhunderte.
Rund um das Kirchengebäude auf dem Kirchhof finden sich Grabdenkmäler der Familie von Bredow, die die Ortsgeschichte eng mit der Kirche verknüpfen und Einblick in lokale Traditionen und Generationen geben.
Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten erstrahlt die Dorfkirche heute wieder in neuem Glanz und dient sowohl als Ort des Gottesdienstes als auch als kultureller Treffpunkt. Sie lädt Besucherinnen und Besucher ein, Geschichte, Architektur und Stille zu erleben – eingebettet in das ländliche Havelland und umgeben von Feldern und Wegen, die zu Entdeckungstouren durch die Region einladen.
Als historisches Zentrum des Gemeindelebens verbindet die Dorfkirche Buchow‑Karpzow kirchliche Tradition und regionales Erbe auf eindrucksvolle Weise und ist ein lohnendes Ziel für kulturhistorisch Interessierte und Ruhesuchende gleichermaßen.










