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title: "Dorfbank Klein Behnitz"
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description: "Der Name Klein Behnitz stammt aus dem Slawischen und bedeutet ungefähr „Siedlung an einem See mit Buchten“. Mehr Lage lässt sich in einem Ortsnamen kaum unterbringen. Der eiszeitliche Klein Behnitzer See liegt am Dorfrand, und der Klinkgraben verbindet ihn mit dem Groß Behnitzer See. Das Dorf selbst ist älter, als sein Name vermuten lässt: Schon 1173 wird hier mit der Klinkmühle eine Siedlung erwähnt, 1335 folgt das Dorf Klein Behnitz, und 1375 führt es das Landbuch der Mark Brandenburg als Dorf.Die Bank an der Hauptstraße Die Dorfbank steht mitten im Ort, direkt an der Hauptstraße. Sie ist aus rohem, hellem Holz gefertigt, schwer und urwüchsig: vier kräftige Beine wie Baumstämme, eine geschwungene Lehne, in die „Von Bank zu Bank im Havelland“ eingraviert ist. Wer sich setzt, sitzt im Zentrum und sieht das ganze Dorf: wer zum Nachbarn geht, wer mit dem Rad vorbeirollt, wer vor dem Haus den Gartenzaun streicht. Dörfer dieser Größe haben kein Stadtzentrum. Sie haben eine Straße, auf der alles zusammenläuft, und diese Bank gehört dazu.Eine Linde, die vieles gesehen hat Nur wenige Meter von der Bank entfernt steht die Dorflinde. Die Winter-Linde ist etwa 350 Jahre alt, ihr Stamm misst über sechs Meter im Umfang. Sie gilt als Naturdenkmal und wird bereits im Entwurf zum Forstbotanischen Merkbuch für Brandenburg um 1900 erwähnt. Die Krone ist über die Jahre zurückgeschnitten worden, der Stamm dafür wulstig und mächtig geworden. Unter ihr haben Generationen von Klein Behnitzern gestanden, gewartet, geredet. Sie war da, als die Kirche noch kein Fachwerk von 1779 trug.Eine Kirche mit vier gleichen Seiten Die Dorfkirche fällt auf, bevor man sie genau betrachtet. Sie hat einen quadratischen Grundriss, das macht sie unter den Dorfkirchen der Mark ungewöhnlich. Der verputzte Fachwerkbau entstand 1779 und trägt ein Zeltdach, aus dem ein kleiner Turm herausragt. Der Bau von 1779 ist nicht der erste an dieser Stelle. In seiner fast 900-jährigen Geschichte hat das Dorf mindestens drei Kirchengebäude erlebt, ein Neubau ist für 1508 dokumentiert. Im schlicht gehaltenen Innenraum erinnern zwei Grabsteine mit ganzfigurigen Reliefs an Joachim von Bardeleben, der 1604 starb, und seine Frau Hippolyta, gestorben 1619. Die Familie von Bardeleben übernahm das Gut nach den von Rochows und prägte das Dorf über Generationen. Hinter dem Altar hängt ein großes geschnitztes Kruzifix, und seit 2022 schmückt das Gemälde „Kreuzweg und Auferstehung“ des Klein Behnitzer Künstlers Heiner Papendorf den Raum. Die kleine Bronzeglocke stammt von 1865. Dass die Kirche heute so gepflegt dasteht, verdankt sie vielen Händen. Ein reger Heimatverein unterstützt die Kirchengemeinde, und mit Spenden und Fördermitteln wird das Fachwerk Stück für Stück erneuert.Der Hügel zwischen den Dörfern Wer ein Stück Zeit mitbringt, geht zum Denkmal für die Gefallenen. Es liegt zwischen Klein und Groß Behnitz auf einem kleinen Hügel, den beide Dörfer gemeinsam errichtet haben. Ein schmaler Gang aus Buschwerk führt hinauf. Oben steht ein großer Stein mit den Jahreszahlen 1914 bis 1918, umringt von kleinen Feldsteinen, auf denen die Namen der Gefallenen beider Orte stehen. Früher ruhte der Stein auf drei hochstehenden Feldsteinen in der Form eines Hünengrabes. Nach 1945 sackten sie ab, die Konstruktion stürzte ein. Der Ort hat etwas Stilles, fast Entrücktes. Kein Lärm der Straße, nur Wind in den Bäumen und der Blick über die Felder. Die Zahlen, die das Denkmalprojekt dokumentiert, machen das Gewicht begreifbar: Im Zweiten Weltkrieg wurden aus beiden Dörfern 77 Jungen und Männer eingezogen, 29 kehrten nicht zurück. Für viele Familien des Ortes ist der Hügel bis heute ein Ort der Erinnerung.Ein Dorf, das man sich erlaufen kann Klein Behnitz gehört seit dem 26. Oktober 2003 zur Stadt Nauen und liegt etwa zwölf Kilometer südwestlich der Kernstadt. Nachbarn sind Ribbeck, Groß Behnitz und Barnewitz. Wer zu Fuß geht, findet nördlich des Dorfes am Mühlenberg einen Findling mit über fünf Metern Umfang und mehr als drei Tonnen Gewicht, den die Eiszeit hier liegen ließ. Für Radfahrer liegt der nächste Radweg gleich vor der Tür: Das Nauener Dreieck beginnt am Landgut Stober in Groß Behnitz. Die leichte Rundtour ist rund 28 Kilometer lang, überwiegend asphaltiert und führt zu traditionsreichen Orten zwischen Nauen und Groß Behnitz, darunter auch Ribbeck. Die Dorfbank bildet dafür den ruhigen Ausgangspunkt. Ein Dorf wie dieses erklärt sich nicht in einer Sehenswürdigkeit. Es erklärt sich in der Summe: See, Kirche, Linde, Hügel. Wer sich Zeit nimmt, setzt die Teile selbst zusammen."
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Dorfbank Klein Behnitz
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- Tipp
- Sitzbänke

Dorfbank Klein Behnitz

Ausruhen auf der Dorfbank Klein Behnitz

Ausruhen auf der Dorfbank Klein Behnitz

Linde in Klein Behnitz

Dorfkirche Klein Behnitz

Altar Dorfkirche Klein Behnitz

Dorfstraße Klein Behnitz

Weg zur Gedenkstätte

Gedenkstätte für gefallende Soldaten

Bank am See Klein Behnitz

Der Name Klein Behnitz stammt aus dem Slawischen und bedeutet ungefähr „Siedlung an einem See mit Buchten“. Mehr Lage lässt sich in einem Ortsnamen kaum unterbringen. Der eiszeitliche Klein Behnitzer See liegt am Dorfrand, und der Klinkgraben verbindet ihn mit dem Groß Behnitzer See. Das Dorf selbst ist älter, als sein Name vermuten lässt: Schon 1173 wird hier mit der Klinkmühle eine Siedlung erwähnt, 1335 folgt das Dorf Klein Behnitz, und 1375 führt es das Landbuch der Mark Brandenburg als Dorf.

**Die Bank an der Hauptstraße**
Die Dorfbank steht mitten im Ort, direkt an der Hauptstraße. Sie ist aus rohem, hellem Holz gefertigt, schwer und urwüchsig: vier kräftige Beine wie Baumstämme, eine geschwungene Lehne, in die „Von Bank zu Bank im Havelland“ eingraviert ist.
Wer sich setzt, sitzt im Zentrum und sieht das ganze Dorf: wer zum Nachbarn geht, wer mit dem Rad vorbeirollt, wer vor dem Haus den Gartenzaun streicht. Dörfer dieser Größe haben kein Stadtzentrum. Sie haben eine Straße, auf der alles zusammenläuft, und diese Bank gehört dazu.

**Eine Linde, die vieles gesehen hat**
Nur wenige Meter von der Bank entfernt steht die Dorflinde. Die Winter-Linde ist etwa 350 Jahre alt, ihr Stamm misst über sechs Meter im Umfang. Sie gilt als Naturdenkmal und wird bereits im Entwurf zum Forstbotanischen Merkbuch für Brandenburg um 1900 erwähnt. Die Krone ist über die Jahre zurückgeschnitten worden, der Stamm dafür wulstig und mächtig geworden. Unter ihr haben Generationen von Klein Behnitzern gestanden, gewartet, geredet. Sie war da, als die Kirche noch kein Fachwerk von 1779 trug.

**Eine Kirche mit vier gleichen Seiten**
Die Dorfkirche fällt auf, bevor man sie genau betrachtet. Sie hat einen quadratischen Grundriss, das macht sie unter den Dorfkirchen der Mark ungewöhnlich. Der verputzte Fachwerkbau entstand 1779 und trägt ein Zeltdach, aus dem ein kleiner Turm herausragt.
Der Bau von 1779 ist nicht der erste an dieser Stelle. In seiner fast 900-jährigen Geschichte hat das Dorf mindestens drei Kirchengebäude erlebt, ein Neubau ist für 1508 dokumentiert. Im schlicht gehaltenen Innenraum erinnern zwei Grabsteine mit ganzfigurigen Reliefs an Joachim von Bardeleben, der 1604 starb, und seine Frau Hippolyta, gestorben 1619. Die Familie von Bardeleben übernahm das Gut nach den von Rochows und prägte das Dorf über Generationen. Hinter dem Altar hängt ein großes geschnitztes Kruzifix, und seit 2022 schmückt das Gemälde „Kreuzweg und Auferstehung“ des Klein Behnitzer Künstlers Heiner Papendorf den Raum. Die kleine Bronzeglocke stammt von 1865.
Dass die Kirche heute so gepflegt dasteht, verdankt sie vielen Händen. Ein reger Heimatverein unterstützt die Kirchengemeinde, und mit Spenden und Fördermitteln wird das Fachwerk Stück für Stück erneuert.

**Der Hügel zwischen den Dörfern**
Wer ein Stück Zeit mitbringt, geht zum Denkmal für die Gefallenen. Es liegt zwischen Klein und Groß Behnitz auf einem kleinen Hügel, den beide Dörfer gemeinsam errichtet haben. Ein schmaler Gang aus Buschwerk führt hinauf. Oben steht ein großer Stein mit den Jahreszahlen 1914 bis 1918, umringt von kleinen Feldsteinen, auf denen die Namen der Gefallenen beider Orte stehen. Früher ruhte der Stein auf drei hochstehenden Feldsteinen in der Form eines Hünengrabes. Nach 1945 sackten sie ab, die Konstruktion stürzte ein.
Der Ort hat etwas Stilles, fast Entrücktes. Kein Lärm der Straße, nur Wind in den Bäumen und der Blick über die Felder. Die Zahlen, die das Denkmalprojekt dokumentiert, machen das Gewicht begreifbar: Im Zweiten Weltkrieg wurden aus beiden Dörfern 77 Jungen und Männer eingezogen, 29 kehrten nicht zurück. Für viele Familien des Ortes ist der Hügel bis heute ein Ort der Erinnerung.

**Ein Dorf, das man sich erlaufen kann**
Klein Behnitz gehört seit dem 26. Oktober 2003 zur Stadt Nauen und liegt etwa zwölf Kilometer südwestlich der Kernstadt. Nachbarn sind Ribbeck, Groß Behnitz und Barnewitz. Wer zu Fuß geht, findet nördlich des Dorfes am Mühlenberg einen Findling mit über fünf Metern Umfang und mehr als drei Tonnen Gewicht, den die Eiszeit hier liegen ließ.
Für Radfahrer liegt der nächste Radweg gleich vor der Tür: Das Nauener Dreieck beginnt am Landgut Stober in Groß Behnitz. Die leichte Rundtour ist rund 28 Kilometer lang, überwiegend asphaltiert und führt zu traditionsreichen Orten zwischen Nauen und Groß Behnitz, darunter auch Ribbeck.
Die Dorfbank bildet dafür den ruhigen Ausgangspunkt. Ein Dorf wie dieses erklärt sich nicht in einer Sehenswürdigkeit. Es erklärt sich in der Summe: See, Kirche, Linde, Hügel. Wer sich Zeit nimmt, setzt die Teile selbst zusammen.

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