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title: "Bank am See Klein Behnitz"
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description: "Im späten 18. Jahrhundert bildeten der Groß und der Klein Behnitzer See noch ein einziges, langgezogenes Gewässer. Dann entstand der Klinkgraben, das Wasser lief ab, und spätestens im frühen 19. Jahrhundert lagen zwei Seen da, wo vorher einer war. Der Groß Behnitzer See misst heute rund 1,2 Kilometer in der Länge und 200 Meter in der Breite. An seinem Rand, dort wo der Wald beginnt, steht die Bank. Die Bank am See.Ein Dach aus Holz, Stützen aus Ästen Über der Bank spannt sich ein Satteldach, getragen von Stützen, die ihre natürliche Krümmung behalten haben. Wer hier sitzt, ist vor Regen und Mittagssonne geschützt und blickt Richtung Wald, hinter dem sich der See erstreckt. Gleich daneben steht eine Tafel mit dem Titel „Einheimische Baumarten“. Vier Holzbohlen mit Rindenkante zeigen, welche Bäume hier zu Hause sind, kleine Schilder nennen die Arten. Dazu kommen ein Insektenhotel. Die Bank ist also auch ein kleiner Lehrpfad. Man setzt sich, schaut ins Blätterdach und gleicht ab, was man sieht.Wo Wasser war, wächst Schilf Der Klinkgraben ist Zu- und Abfluss des Sees zugleich. Er kommt aus einem moorigen Feuchtgebiet im Norden und leitet das Wasser nach Süden zum Klein Behnitzer See. Seit es ihn gibt, verlieren beide Seen an Fläche. An ihre Stelle treten Moor, Sumpf und ein breiter Schilfgürtel. Noch 1880 war der Klein Behnitzer See der größere von beiden, heute misst er nur noch gut elf Hektar. Das ehemalige Fischerhaus am Ostufer steht inzwischen auf den Verlandungsflächen zwischen den Seen. Der See ist ein Rinnensee aus der Eiszeit. Schmelzwasser hat nach der letzten Kaltzeit die Beetzseerinne in den Boden gedrückt, und der Groß Behnitzer See liegt in ihr wie in einer langen Hand. Angler kennen ihn wegen Hecht, Barsch und Schleie. Wer nur sitzt, sieht ein Gewässer, das langsam seine Gestalt wechselt.Drei Runden, ein Startpunkt Von hier aus lässt sich der See umrunden, oder man geht tiefer in den Wald. Der Uferweg ist etwa fünf Kilometer lang und braucht gut eine Stunde. Die Runde über das Stober Gut zählt 9,9 Kilometer und knapp zweieinhalb Stunden. Wer Wald und Weite sucht, geht die 15 Kilometer lange Strecke bis zum Schloss Ribbeck und plant gut vier Stunden ein. Die Wege führen durch Kiefernwald, an Feuchtgebieten und eiszeitlich geformtem Gelände entlang. Die Tafel neben der Bank macht Lust, unterwegs auf die Bäume zu achten. Hunde dürfen mit, in der Brutzeit gehören sie an die Leine.Ein Gut am Ufer Am Ostufer liegt das Landgut Stober. Der Industrielle Albert Borsig kaufte das Rittergut 1866 für 450.000 Taler und baute es zum Mustergut aus, mit Backsteinbauten im Stil der Schinkelschule. Den Gutspark hatten die Vorbesitzer um 1800 angelegt, er steht heute unter Denkmalschutz und zählt eine rund 200 Jahre alte Landguteiche zu seinen Naturdenkmälern. Ernst von Borsig, Mitglied des Kreisauer Kreises, lud ab 1941 zu geheimen Treffen des Widerstands auf das Gut, wie die Geschichte der Gutsanlage festhält. Heute führt das Haus ein Bio-Hotel. Das Restaurant Seeterrassen liegt direkt am Ufer und serviert saisonale Küche. Hier beginnt auch das Nauener Dreieck, eine leichte Radrunde von rund 28 Kilometern, die Ribbeck und weitere Orte der Gegend verbindet. Der See wird langsam zu Schilf und Moor, der Wald daneben bleibt, was er ist. Auf der Bank lässt sich dieses Tempo gut aushalten."
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Bank am See Klein Behnitz
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Bank am See Klein Behnitz

Bank am See

Treffen an der Bank am See

Feld in Klein Behnitz

Weg zur Gedenkstätte

Weg zur Gedenkstätte

Dorfkirche Klein Behnitz

Im späten 18. Jahrhundert bildeten der Groß und der Klein Behnitzer See noch ein einziges, langgezogenes Gewässer. Dann entstand der Klinkgraben, das Wasser lief ab, und spätestens im frühen 19. Jahrhundert lagen zwei Seen da, wo vorher einer war. Der Groß Behnitzer See misst heute rund 1,2 Kilometer in der Länge und 200 Meter in der Breite. An seinem Rand, dort wo der Wald beginnt, steht die Bank. Die Bank am See.

**Ein Dach aus Holz, Stützen aus Ästen**
Über der Bank spannt sich ein Satteldach, getragen von Stützen, die ihre natürliche Krümmung behalten haben. Wer hier sitzt, ist vor Regen und Mittagssonne geschützt und blickt Richtung Wald, hinter dem sich der See erstreckt.
Gleich daneben steht eine Tafel mit dem Titel „Einheimische Baumarten“. Vier Holzbohlen mit Rindenkante zeigen, welche Bäume hier zu Hause sind, kleine Schilder nennen die Arten. Dazu kommen ein Insektenhotel. Die Bank ist also auch ein kleiner Lehrpfad. Man setzt sich, schaut ins Blätterdach und gleicht ab, was man sieht.

**Wo Wasser war, wächst Schilf**
Der Klinkgraben ist Zu- und Abfluss des Sees zugleich. Er kommt aus einem moorigen Feuchtgebiet im Norden und leitet das Wasser nach Süden zum Klein Behnitzer See. Seit es ihn gibt, verlieren beide Seen an Fläche. An ihre Stelle treten Moor, Sumpf und ein breiter Schilfgürtel. Noch 1880 war der Klein Behnitzer See der größere von beiden, heute misst er nur noch gut elf Hektar. Das ehemalige Fischerhaus am Ostufer steht inzwischen auf den Verlandungsflächen zwischen den Seen.
Der See ist ein Rinnensee aus der Eiszeit. Schmelzwasser hat nach der letzten Kaltzeit die Beetzseerinne in den Boden gedrückt, und der Groß Behnitzer See liegt in ihr wie in einer langen Hand. Angler kennen ihn wegen Hecht, Barsch und Schleie. Wer nur sitzt, sieht ein Gewässer, das langsam seine Gestalt wechselt.

**Drei Runden, ein Startpunkt**
Von hier aus lässt sich der See umrunden, oder man geht tiefer in den Wald. Der Uferweg ist etwa fünf Kilometer lang und braucht gut eine Stunde. Die Runde über das Stober Gut zählt 9,9 Kilometer und knapp zweieinhalb Stunden. Wer Wald und Weite sucht, geht die 15 Kilometer lange Strecke bis zum Schloss Ribbeck und plant gut vier Stunden ein.
Die Wege führen durch Kiefernwald, an Feuchtgebieten und eiszeitlich geformtem Gelände entlang. Die Tafel neben der Bank macht Lust, unterwegs auf die Bäume zu achten. Hunde dürfen mit, in der Brutzeit gehören sie an die Leine.

**Ein Gut am Ufer**
Am Ostufer liegt das Landgut Stober. Der Industrielle Albert Borsig kaufte das Rittergut 1866 für 450.000 Taler und baute es zum Mustergut aus, mit Backsteinbauten im Stil der Schinkelschule. Den Gutspark hatten die Vorbesitzer um 1800 angelegt, er steht heute unter Denkmalschutz und zählt eine rund 200 Jahre alte Landguteiche zu seinen Naturdenkmälern. Ernst von Borsig, Mitglied des Kreisauer Kreises, lud ab 1941 zu geheimen Treffen des Widerstands auf das Gut, wie die Geschichte der Gutsanlage festhält.
Heute führt das Haus ein Bio-Hotel. Das Restaurant Seeterrassen liegt direkt am Ufer und serviert saisonale Küche. Hier beginnt auch das Nauener Dreieck, eine leichte Radrunde von rund 28 Kilometern, die Ribbeck und weitere Orte der Gegend verbindet.
Der See wird langsam zu Schilf und Moor, der Wald daneben bleibt, was er ist. Auf der Bank lässt sich dieses Tempo gut aushalten.

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